Seit geraumer Zeit macht unsere Schule in der regionalen und der überregionalen Presse von sich reden. Nicht immer im positiven Sinne, wie der unsägliche Streit über den Namen "Erwin-Baur" belegt. Trotzdem gibt es sie, die positiven Meldungen; so z.B. in der....
 
vom 29.09.99

 
Literatur-Unterricht, der begeisterte
Ichenheimer Werkrealschüler bei Autoren-Lesung mit Ralf Isau in der Stadtbücherei Offenburg
NEURIED-ICHENHEIM (BZ). Der Umgang mit Literatur im Zeitalter von Multimedia gestaltet sich in Schule und Gesellschaft zunehmend schwieriger. Diesem Zeitgeist zum Trotz waren die Schüler vor einigen Tagen fasziniert von der Autoren-Lesung des Jugendbuch-Autors Ralf Isau in der Offenburger Stadtbücherei und lauschten gebannt seinen Worten. Unter den Zuhörern waren auch die Ichenheimer Werkrealschüler, die von ihrer Klassenlehrerin Marianne Möckel begleitet wurden.
Ralf Isau, ein 1956 in Berlin geborener Software-Spezialist, begann im Jahre 1988 seine Karriere als Jugendbuch-Autor. Seither sind von ihm sieben phantastische Romane erschienen; sein neuestes Buch „Der Kreis der Dämmerung", das Anfang September erschien, brachte er druckfrisch mit.
Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte der Autor seinen jugendlichen Zuhörern die Grundstruktur und Motive seines literarischen Schaffens. Typisch für die meisten seiner Romane ist der Wechsel zwischen Realität und Traumwelt So wird zum Beispiel der Leser in seinem Roman „Das Netz der Schattenspiele", aus dem er an diesem Vormittag vorlas, gleichzeitig mit der realen Welt des Internet und einer phantastischen Welt konfrontiert, in der ein Drachen sein Unwesen treibt
Aber Isau geht es nicht um billige Unterhaltung und Flucht aus der Realität. Seine Intention zielt in erster Linie darauf ab, mit spannender Unterhaltung den Leser zu fesseln und gleichzeitig dessen Blick auf historische Ereignisse und gesellschaftliche Probleme zu lenken.
Die Faszination seiner Romane beruht auf der Tatsache, dass er seine Botschaften nicht In trockene Belehrung, sondern in spannende Unterhaltung verpackt. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Schüler seiner halbstündigen Lesung interessiert und gespannt zuhörten. Auch die Ichenheimer Werkrealschüler beteiligten sich rege an der Gesprächsrunde mit dem Autor, die sich an die Lesung anschloss. Die Schüler zeigten sich von dieser Art von „Literatur-Unterricht" außerhalb des Klassenzimmers besonders begeistert.